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Oberfränkische Meisterschaften im jagdlichen Schießen

Unser Waidkamerad Hans Donhardt aus Pottenstein ist oberfränkischer Meister 2016 mit der Kurzwaffe

Mit Hans Donhardt aus Pottenstein stellen wir den diesjährigen Bezirksmeister in der Kurzwaffendisziplin, der bei den oberfränkischen Meisterschaften des Bayerischen Jagdverbandes in Drügendorf ermittelt wurde.

sk_inzUnser Vorsitzender Karl-Heinz Inzelsberger wurde Vizemeister in der Langwaffendisziplin. Er startete in der Altersklasse und krönte seine Leistung mit einer fehlerfreien Fünfzehnerrunde im Skeetschießen auf Wurfscheiben.

Immerhin den vierten Platz in der Schützenklasse konnte Klaus Herlitz aus Kirchenbirkig erreichen und Heiko Küffner aus Oberölschnitz errang einen achtbaren zwölften Platz.

Anschließend wurden unter allen Teilnehmern Sachpreise verlost. Und Heiko Küffner konnte dabei noch den Haupttreffer, ein nagelneues Aimpoint Leuchtpunktvisier mit nach Hause nehmen.

Hegeschau der Kreisgruppe 2016

Unser Vorsitzender , Karl-Heinz Inzelsberger konnte anläßlich der sehr gut besuchten Hegeschau in Bieberswöhr wieder zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Darunter die Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer (CSU) und den oberfränkischen Bezirksvorsitzenden des Bayerischen Jagdverbandes Prof. Dr. Hartmut Wunderatsch.

Inzelsberger betonte, dass die Hegeschau nicht eine „Selbstbeweihräucherung“ der Jäger, sondern eine gesetzliche Pflicht für Revierinhaber ist, jährlich die erbeuteten Rehwildtrophäen vorzulegen und bewerten zu lassen. Denn daraus können Rückschlüsse über die Qualität und Entwicklung der Lebensräume für die Wildtiere gezogen werden.

Die Abgeordnete Brendel-Fischer ging auf ein aktuelles Urteil ein, wonach sogenannte halbautomatische Jagdlangwaffen verboten seien, sofern diese Wechselmagazine mit mehr als zwei Patronen aufnehmen könnten. Derzeit sind solche Waffen für die Jagd erlaubt, wenn damit insgesamt nicht mehr als drei Schüsse ohne nachzuladen abgegeben werden. Dieses Urteil erschwert zum einen die intensive Bejagung des Schwarzwildes, und zum anderen greift es in Eigentumsrechte ein, da ja zahlreiche Jäger bereits im Besitz solcher Waffen sind, die bis dato rechtskonform erworben werden konnten. Brendel-Fischer versprach sich dafür einzusetzen, dass es hier zu keiner Veränderung der alten Rechtslage kommt. Auch zeigte sie den bayerischen Weg auf, wonach in besonderen Problemgebieten jetzt Nachtzielvorsatzgeräte für die Bejagung ausschließlich von Wildschweinen genehmigt werden können. Zum Schluß ihres Grußwortes bedankte sie sich bei allen Jägern für ihren Einsatz, das Naturverständnis in der Bevölkerung für fördern und verwies hier auf die erfolgreiche Jugendarbeit.

Der oberfränkische Bezirksvorsitzende und Mitglied im Landesjagdpräsidium Prof. Dr. Hartmut Wunderatsch appellierte an das Selbstverständnis der Jäger, schließen stünden diese mitten in der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang bedankte es sich insbesondere bei den Hundeführern, die mit ihrem Ausbildungsangebot auch für nichtjagdlich geführte Hunde ein Aushängeschild für den gesamten Verein sind.

Aus dem obersten Jagdbeirat konnte Prof. Dr. Wunderatsch berichten, dass Mittel aus der Jagdabgabe für die Förderung von Schießkinos zur Verfügung stehen. Und da die Jägervereinigung Pegnitz aktuell eine solche Einrichtung plant, stellte er dafür weitere Zuwendungen in Aussicht, was natürlich mit Beifall der Zuhörer belohnt wurde.

bb2016Bei der anschließenden Bewertung der Trophäen konnte der Pegnitzer Hegegemeinschaftsleiter Peter Meister von einem Gesamtrehwildabschuß in den sechs Hegegemeinschaften in Höhe von 1897 Stück berichten. Die stärkste Rehwildtrophäe mit einem Gewicht von 420 Gramm konnte Ilona Inzelsberger in ihrem Revier Prebitz erlegen.

Bei den Wildschweinen ist die Jahresstrecke auf 559 Stück angestiegen, was eine weitere Steigerung um rund 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist (492).

Ganz traditionell verbliesen die Jagdhornbläser unter der Leitung von Hornmeister Loni Weidinger die Jagdstrecke mit den verschiedenen Signalen.

Christian Otto, der bei uns als Referent für den Naturschutz tätig, ist konnte von den Vorkommen von Luchs und Wolf in Bayern anschaulich berichten. Die ganz aktuelle Aufnahme eines Wolfes auf einer Wildkamera im Nürnberger Land zeigt, dass auch die Pegnitzer Region Wolfserwartungsland ist.

Inzelsberger schloss die Veranstaltung nicht ohne zuvor noch eine ganze Reihe von verdienten Persönlichkeiten zu ehren.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft im Bayerischen Jagdverband wurde Eduard Schwemmer geehrt, für 40 Jahre Ludwig Götz, Paulus Kaul, Heinz Hofmann und Konrad Hümmer. Die Hegenadel erhielt Thomas Ott, das Hundeführer Ehrenzeichen in Bronze Heinz Micha. Und mit dem Naturerbe Bayern Taler wurden die Jagdgenossen Konrad Weiß, Dieter Schmidt und Karl Kürzdörfer ausgezeichnet.

 

Jahreshauptversammlung 2016

Sehr gut besucht war unsere Jahreshauptversammlung im Schnabelwaider Sportheim. Dies lag sicherlich auch an der Tagesordnung, schließlich hatten die Mitglieder über weitreichende Beschlüsse abzustimmen.

jhv2016_2Der erste Vorsitzende unseres derzeit 317 Mitglieder starken Vereins, Karl-Heinz Inzelsberger gab eingangs einen Rückblick über das abgelaufenen Jahr. An immerhin 56 Terminen sei der Verein gefordert gewesen. Höhepunkt des Vereinslebens war wieder das Grillfest in der Bärenschlucht, zu dem im vergangen Jahr, trotz Regenwetters mehr als 1.000 Besucher kamen.

Die Radium-Cäsium Messstation, mittels der wir das Fleisch der erlegten Wildschweine testen lassen ist inzwischen nicht nur vom Landkreis sondern auch staatlich anerkannt. Sie steht seit kurzem bei Familie Grüner in Langenreuth. Trotz Absenkung des Schwellenwertes ist nur ein sehr geringer Teil der Wildschweine belastet, welche dann nicht in den Handel kommen. Inzelsberger lobte die Anstrengungen der Jäger, die sicherstellen, dass Wildbret nach wie vor eines der natürlichsten und gesündesten Lebensmittel ist.

Unsere Schatzmeisterin, Petra Leißner, konnte von geordneten Kassenverhältnissen berichten. Erfreulicherweise sind auch zahlreiche Spenden eingegangen, die wir gut brauchen können, schließlich steht mit der Errichtung des Schießkinos in Kirchenbirkig die größte Investition in der Vereinsgeschichte an.

Der für die Ausbildung der Jagdhunde verantwortliche Obmann ist Günther Schmitt. Er konnte von sehr guten Ergebnissen bei den durchgeführten Hundeprüfungen berichten. Zeigen diese doch die hohe Qualität der Ausbildung bei den Pegnitzer Jägern.

Wolfgang Bauer ist Schießreferent. Er warb für die Teilnahme an den angebotenen Schießtrainings. So besteht ab April wieder jeden ersten Montag im Monat in der Zeit von 16:30 Uhr bis 19 Uhr die Möglichkeit zum Wurfscheibenschießen in Grafenwöhr.

Die Pegnitzer Jäger haben auch eine vereinseigene Jagdhornbläsergruppe. Der Bläserobmann Loni Weidinger konnte von 10 öffentlichen Auftritten berichten. Er rief dazu auf Nachwuchs für die Bläsergruppe zu werben.

Nach den Vorträgen der Referenten ging es um die eingangs erwähnten Beschlüsse. Karl-Heinz Inzelsberger gab dazu einen aktuellen Sachstand insbesondere über den Stand des geplanten Natur- und Umweltzentrums in der ehemaligen Schule in Kirchenbirkig. Er machte keinen Hehl daraus, dass ihm dieses Projekt zu langsam voran geht. Allerdings geht es hier nicht nur für den Verein sondern auch für die Stadt Pottenstein, die Verpächterin des Gebäudes ist um viel Geld. Ganz im Sinne einer soliden Finanzierung sind daher beide Seiten, Jägervereinigung und Stadt Pottenstein, unterwegs, um alle möglichen Fördertöpfe anzuzapfen. Hierzu tauscht sich der Vorstand regelmäßig mit dem Pottensteiner Bürgermeister Frühbeißer aus. Zahlreiche Förder- und Spendenzusagen liegen inzwischen vor. Jetzt bauen wir noch auf Mitteln aus dem LEADER Programm, das der Hauptförderer sein wird. Eine Entscheidung darüber soll noch im ersten Halbjahr fallen.

Aus steuerlichen und rechtlichen Gründen beschlossen wir bereits jetzt, dass für den Betrieb des Schießkinos eine eigene haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG) mit Namen „JVP Schießkino“ gegründet wird. Die Geschäftsführer diese Gesellschaft werden Siegmund Schiminski aus Eckersdorf und Klaus Herlitz aus Kirchenbirkig sein.

Außerdem beschloss die Versammlung eine Jagdhundeunfallversicherung abzuschließen. Damit sind alle jagdlich eingesetzten Hunde während einer Gesellschaftsjagd unfallversichert. Nicht zu Letzt unser Hundereferent Schmitt hatte sich für diese Versicherung eingesetzt. Die Kosten dafür betragen jährlich 5,50 € je Hauptmitglied.

Erst im nächsten Jahr will man über eine Jagdrechtsschutzversicherung beschließen.

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Inzelsberger dankte zum Schluß noch den Jagdhornbläsern, die die Veranstaltung musikalisch begleiteten.

Dekorationsmaterial für unsere Ausstellung

Dank der Information von unserem stellvertretenden Vorsitzenden Klaus Herlitz konnten wir für unsere Naturkundeschule in Kirchenbirkig Dekorationsmaterial aus einer Wanderausstellung ergattern.

deko_1Am Samstag, 17.10.2015 endete diese Wanderausstellung in Bayreuth, bei welcher das verwendete Dekorationsmaterial nicht mehr benötigt wurde. So konnte ich ab 20 Uhr mit vier Fahrzeugen und vielen helfenden Händen verschiedenste Sachen wie kleine Steine, großen Felsen und Pflanzen für unsere Naturkundeschule in Kirchenbirkig abbauen. Der Transport nach Kirchenbirkig erfolgt noch am gleichen Tag.

deko_2Mein Dank gilt den Helferinnen und Helfern die spontan mit Hand angelegt haben, Bettina Brehme, Thomas Kürzdörfer, Christian Leißner, Elke Grüner und Manuel Herlitz.

Karl-Heinz Inzelsberger
1.Vorsitzender