Hubertusmesse der Jägervereinigung Pegnitz in Hüll – erste Hubertusmesse dort überhaupt

Im Heiligenkalender ist am 3. November „Hubertus“ an erster Stelle zu finden. Der Hubertustag wird traditionell in der Jägerschaft mit einer Hubertusmesse begangen. Heuer fiel der Hubertustag glücklicher Weise sogar auf einen Sonntag!

In der Jägervereinigung Pegnitz e.V. rolliert die Ausrichtung des Gottesdienstes in ihren 5 Hegegemeinschaften. Dieses Jahr hatte die Hegegemeinschaft Betzenstein die Ehre und die Ev. Kirchengemeinde Betzenstein und Hüll hat sich als Gastgeberin gerne bereit erklärt. Die Wahl fiel auf die Kirche im Betzensteiner Ortssteil Hüll.

Das Gotteshaus aus dem 11. Jahrhundert wurde mit Rotwildabwurfstangen aus dem Veldensteiner Forst, reichlich Fichten- und Tannengrün jagdlich von den Jägerinnen und Jägern aus Betzenstein, Klausberg, Spieß und Ottenberg sowie den Jagdhornbläsern dekoriert. Den Altarraum schmückten diesmal sogar echte belaubte Bäume, die nachhaltig im Pflanztrog aus einer Baumschule in Effeltrich kamen.

Den feierlichen ökumenischen Gottesdienst gestalteten Herr Pfarrer Ulrich Böhm aus Betzenstein und Diakon Franz-Josef Reck aus Auerbach. Diakon Reck – selbst Waidmann – ging in den einleitenden Worten auf die St. Hubertus-Legende und die historisch belegten Fakten ein um dann die Verbindung zur Gegenwart sehr anschaulich, auch für den jagdlichen Laien, deutlich zu machen. Umrahmt wurde die Messe in der gut gefüllten Kirche durch die Jagdhornbläsergruppe der Jägervereinigung Pegnitz e.V. unter Leitung von Ann-Sophie Kraus die auch die Fürbitten vorbereitet und vorgetragen haben sowie der Organistin Magdalena Hacker.

Kanzel: für Pfarrer und Jäger gleichsam wichtig

Auf die Hubertuspredigt hat sich Pfarrer Ulrich Böhm intensiv vorbereitet und in sehr ansprechender Weise exemplarisch sieben Eigenarten und Gegenstände benannt und verglichen, die Pfarrer als auch Jäger eint bzw. die diese gleichsam nutzen: Von der Kanzel in der Kirche und in Wald und Flur (Hochsitz) bis zur Passion wurden spannende Vergleiche und Parallelen feinsinnig beleuchtet.

Erste Reihe v.r.n.l.: Diakon Franz-Josef Reck, Ann-Sophie Kraus (Hornmeisterin), Karl-Heinz Inzelsberger (Vorstand Jägervereinigung Pegnitz e.V.), links außen: Pfarrer Ulrich Reck zusammen mit den Pegnitzer Jagdhornbläsern

Der hohe Zuspruch an diesem Gottesdienst bei den Gemeindegliedern sowie die vielen positiven Rückmeldungen nach der Messe zeigen, dass jagdliches Brauchtum einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft genießt und auch den Gottesdienstkalender mit einer Premiere bereichern kann – es muss nur gut gemacht sein! Die Vielzahl der Veranstaltungshinweise in der Presse als auch auf der Homepage der Stadt Betzenstein sowie im Amtsblatt sowie eine ausführliche Ankündigung im Gemeindebrief haben wohl auch das Interesse geweckt!