Wir beim Tag des Holzes am 11.09.2016

Auch in diesem Jahr waren wir wieder mit einer eigenen kleinen Ausstellung zum Thema Jagd beim Tag des Holzes auf dem Gelände der Firma Holzbau Hümmer in Weidensees vertreten. Den ganzen Tag war unsere Ausstellung sehr gut besucht. Die Gäste konnten Fragen zum Thema Jagd stellen und sich mit ausreichend Informationsmaterial versorgen.
img_4319Auch die Waldprinzessin Manja Rohm besuchte zusammen mit Rebekka Reichstein von der anhang1Forstbetriebsgemeinschaft Pegnitz unseren Stand und war davon sehr angetan.
Der Falkner Michael Amschler mit seinem Steinkauz „Elmo“ verweilte einige Zeit bei uns.

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Unser Vorsitzender Karl-Heinz Inzelsberger bedankte sich beim Betzensteiner Hegegemeinschaftsleiter Christian Otto und seinen Helfern Christian Leisner, Heiko Küfner, Bernd und Sebastian Hünsch, Thomas Kürzdörfer und Klaus Herlitz für die gelungene Öffentlichkeitsarbeit.

Hegeschau der Kreisgruppe 2016

Unser Vorsitzender , Karl-Heinz Inzelsberger konnte anläßlich der sehr gut besuchten Hegeschau in Bieberswöhr wieder zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Darunter die Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer (CSU) und den oberfränkischen Bezirksvorsitzenden des Bayerischen Jagdverbandes Prof. Dr. Hartmut Wunderatsch.

Inzelsberger betonte, dass die Hegeschau nicht eine „Selbstbeweihräucherung“ der Jäger, sondern eine gesetzliche Pflicht für Revierinhaber ist, jährlich die erbeuteten Rehwildtrophäen vorzulegen und bewerten zu lassen. Denn daraus können Rückschlüsse über die Qualität und Entwicklung der Lebensräume für die Wildtiere gezogen werden.

Die Abgeordnete Brendel-Fischer ging auf ein aktuelles Urteil ein, wonach sogenannte halbautomatische Jagdlangwaffen verboten seien, sofern diese Wechselmagazine mit mehr als zwei Patronen aufnehmen könnten. Derzeit sind solche Waffen für die Jagd erlaubt, wenn damit insgesamt nicht mehr als drei Schüsse ohne nachzuladen abgegeben werden. Dieses Urteil erschwert zum einen die intensive Bejagung des Schwarzwildes, und zum anderen greift es in Eigentumsrechte ein, da ja zahlreiche Jäger bereits im Besitz solcher Waffen sind, die bis dato rechtskonform erworben werden konnten. Brendel-Fischer versprach sich dafür einzusetzen, dass es hier zu keiner Veränderung der alten Rechtslage kommt. Auch zeigte sie den bayerischen Weg auf, wonach in besonderen Problemgebieten jetzt Nachtzielvorsatzgeräte für die Bejagung ausschließlich von Wildschweinen genehmigt werden können. Zum Schluß ihres Grußwortes bedankte sie sich bei allen Jägern für ihren Einsatz, das Naturverständnis in der Bevölkerung für fördern und verwies hier auf die erfolgreiche Jugendarbeit.

Der oberfränkische Bezirksvorsitzende und Mitglied im Landesjagdpräsidium Prof. Dr. Hartmut Wunderatsch appellierte an das Selbstverständnis der Jäger, schließen stünden diese mitten in der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang bedankte es sich insbesondere bei den Hundeführern, die mit ihrem Ausbildungsangebot auch für nichtjagdlich geführte Hunde ein Aushängeschild für den gesamten Verein sind.

Aus dem obersten Jagdbeirat konnte Prof. Dr. Wunderatsch berichten, dass Mittel aus der Jagdabgabe für die Förderung von Schießkinos zur Verfügung stehen. Und da die Jägervereinigung Pegnitz aktuell eine solche Einrichtung plant, stellte er dafür weitere Zuwendungen in Aussicht, was natürlich mit Beifall der Zuhörer belohnt wurde.

bb2016Bei der anschließenden Bewertung der Trophäen konnte der Pegnitzer Hegegemeinschaftsleiter Peter Meister von einem Gesamtrehwildabschuß in den sechs Hegegemeinschaften in Höhe von 1897 Stück berichten. Die stärkste Rehwildtrophäe mit einem Gewicht von 420 Gramm konnte Ilona Inzelsberger in ihrem Revier Prebitz erlegen.

Bei den Wildschweinen ist die Jahresstrecke auf 559 Stück angestiegen, was eine weitere Steigerung um rund 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist (492).

Ganz traditionell verbliesen die Jagdhornbläser unter der Leitung von Hornmeister Loni Weidinger die Jagdstrecke mit den verschiedenen Signalen.

Christian Otto, der bei uns als Referent für den Naturschutz tätig, ist konnte von den Vorkommen von Luchs und Wolf in Bayern anschaulich berichten. Die ganz aktuelle Aufnahme eines Wolfes auf einer Wildkamera im Nürnberger Land zeigt, dass auch die Pegnitzer Region Wolfserwartungsland ist.

Inzelsberger schloss die Veranstaltung nicht ohne zuvor noch eine ganze Reihe von verdienten Persönlichkeiten zu ehren.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft im Bayerischen Jagdverband wurde Eduard Schwemmer geehrt, für 40 Jahre Ludwig Götz, Paulus Kaul, Heinz Hofmann und Konrad Hümmer. Die Hegenadel erhielt Thomas Ott, das Hundeführer Ehrenzeichen in Bronze Heinz Micha. Und mit dem Naturerbe Bayern Taler wurden die Jagdgenossen Konrad Weiß, Dieter Schmidt und Karl Kürzdörfer ausgezeichnet.

 

Jahreshauptversammlung 2016

Sehr gut besucht war unsere Jahreshauptversammlung im Schnabelwaider Sportheim. Dies lag sicherlich auch an der Tagesordnung, schließlich hatten die Mitglieder über weitreichende Beschlüsse abzustimmen.

jhv2016_2Der erste Vorsitzende unseres derzeit 317 Mitglieder starken Vereins, Karl-Heinz Inzelsberger gab eingangs einen Rückblick über das abgelaufenen Jahr. An immerhin 56 Terminen sei der Verein gefordert gewesen. Höhepunkt des Vereinslebens war wieder das Grillfest in der Bärenschlucht, zu dem im vergangen Jahr, trotz Regenwetters mehr als 1.000 Besucher kamen.

Die Radium-Cäsium Messstation, mittels der wir das Fleisch der erlegten Wildschweine testen lassen ist inzwischen nicht nur vom Landkreis sondern auch staatlich anerkannt. Sie steht seit kurzem bei Familie Grüner in Langenreuth. Trotz Absenkung des Schwellenwertes ist nur ein sehr geringer Teil der Wildschweine belastet, welche dann nicht in den Handel kommen. Inzelsberger lobte die Anstrengungen der Jäger, die sicherstellen, dass Wildbret nach wie vor eines der natürlichsten und gesündesten Lebensmittel ist.

Unsere Schatzmeisterin, Petra Leißner, konnte von geordneten Kassenverhältnissen berichten. Erfreulicherweise sind auch zahlreiche Spenden eingegangen, die wir gut brauchen können, schließlich steht mit der Errichtung des Schießkinos in Kirchenbirkig die größte Investition in der Vereinsgeschichte an.

Der für die Ausbildung der Jagdhunde verantwortliche Obmann ist Günther Schmitt. Er konnte von sehr guten Ergebnissen bei den durchgeführten Hundeprüfungen berichten. Zeigen diese doch die hohe Qualität der Ausbildung bei den Pegnitzer Jägern.

Wolfgang Bauer ist Schießreferent. Er warb für die Teilnahme an den angebotenen Schießtrainings. So besteht ab April wieder jeden ersten Montag im Monat in der Zeit von 16:30 Uhr bis 19 Uhr die Möglichkeit zum Wurfscheibenschießen in Grafenwöhr.

Die Pegnitzer Jäger haben auch eine vereinseigene Jagdhornbläsergruppe. Der Bläserobmann Loni Weidinger konnte von 10 öffentlichen Auftritten berichten. Er rief dazu auf Nachwuchs für die Bläsergruppe zu werben.

Nach den Vorträgen der Referenten ging es um die eingangs erwähnten Beschlüsse. Karl-Heinz Inzelsberger gab dazu einen aktuellen Sachstand insbesondere über den Stand des geplanten Natur- und Umweltzentrums in der ehemaligen Schule in Kirchenbirkig. Er machte keinen Hehl daraus, dass ihm dieses Projekt zu langsam voran geht. Allerdings geht es hier nicht nur für den Verein sondern auch für die Stadt Pottenstein, die Verpächterin des Gebäudes ist um viel Geld. Ganz im Sinne einer soliden Finanzierung sind daher beide Seiten, Jägervereinigung und Stadt Pottenstein, unterwegs, um alle möglichen Fördertöpfe anzuzapfen. Hierzu tauscht sich der Vorstand regelmäßig mit dem Pottensteiner Bürgermeister Frühbeißer aus. Zahlreiche Förder- und Spendenzusagen liegen inzwischen vor. Jetzt bauen wir noch auf Mitteln aus dem LEADER Programm, das der Hauptförderer sein wird. Eine Entscheidung darüber soll noch im ersten Halbjahr fallen.

Aus steuerlichen und rechtlichen Gründen beschlossen wir bereits jetzt, dass für den Betrieb des Schießkinos eine eigene haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG) mit Namen „JVP Schießkino“ gegründet wird. Die Geschäftsführer diese Gesellschaft werden Siegmund Schiminski aus Eckersdorf und Klaus Herlitz aus Kirchenbirkig sein.

Außerdem beschloss die Versammlung eine Jagdhundeunfallversicherung abzuschließen. Damit sind alle jagdlich eingesetzten Hunde während einer Gesellschaftsjagd unfallversichert. Nicht zu Letzt unser Hundereferent Schmitt hatte sich für diese Versicherung eingesetzt. Die Kosten dafür betragen jährlich 5,50 € je Hauptmitglied.

Erst im nächsten Jahr will man über eine Jagdrechtsschutzversicherung beschließen.

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Inzelsberger dankte zum Schluß noch den Jagdhornbläsern, die die Veranstaltung musikalisch begleiteten.

Wir im Gespräch mit dem Präsidenten des Bayerischen Bauernverbandes

Auf der Begrüßungsanzeige wurde unser Gespräch zum Thema „Schwarzwild“ angezeigt, im Raum in dem kurz vorher noch ein Treffen mit den Grünen-Politikern stattfand.Am Dienstag, den 7. Juli 2015 empfing uns Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauerverbandes an seinem Amtssitz in München. Er wollte sich über unser geplantes Naturkundezentrum in Kirchenbirkig aus erster Hand informieren.

Insbesondere interessierte es sich für das Schießkino, das ebenfalls im Naturkundezentrum untergebracht werden soll.

An dem rund 90-minütigen Gespräch nahmen neben Präsident Heidl auch dessen Referent für Wald und Jagd, Johann Koch teil. Die Pegnitzer Jäger wurden vertreten durch Karl-Heinz Inzelsberger und Georg Bayer.

Heidl anerkannte, dass mit der Errichtung eines Echtschuß-Schießkinos ein weiterer konsequenter Schritt der Jägerschaft getan wird, die Bejagung des Schwarzwildes effektiver zu machen. Und da das letztendlich auch im Interesse der Landwirtschaft ist, sicherte er uns zu sich für eine Förderung unseres Projektes einzusetzen.

BBV Präsident Walter Heidl im Schulterschluß mit den Pegnitzer Jägern (links Georg Bayer, rechts Karl-Heinz Inzelsberger)Wir haben Walter Heidl, immerhin der höchste Vertreter des Bauernstandes in Bayern und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, bei diesem Termin als einen sehr offenen, sehr sachkundigen und äußerst angenehmen Gesprächspartner kennengelernt.

Nicht nur wegen der hochsommerlichen Temperaturen wurde „hemdsärmlich“ diskutiert. So dass er sich die Zeit nahm, nach unserem eigentlichen Ansinnen auch mit uns über die Erfahrungen mit dem Ablauf des Projektes „Brennpunkt Schwarzwild“ und den daraufhin folgenden Veranstaltungen zu sprechen.

Der Bauernpräsident hat bei diesem Gespräch aber sicherlich auch uns als Jagdpraktiker von der Basis kennengelernt, die sachorientiert handeln und ihre eigene Meinung vertreten, unabhängig von Verbandspositionen.

Es ist sicherlich nicht selbstverständlich, dass die Vertreter einer kleinen Kreisgruppe wie wir es sind, die Möglichkeit haben mit Entscheidern auf Landesebene direkt zu sprechen. Aber auch das ist letztendlich ein Teil des Lohnes für unsere Mitarbeit im Projekt „Brennpunkt Schwarzwild“. Wir konnten Präsident Heidl auf verschiedenen Veranstaltungen persönlich kennenlernen.

 

Georg Bayer

Pressereferent