Grillfest am 25. Juni

Am Sonntag staute sich der Verkehr am Campingplatz in der Bärenschlucht bei Pottenstein.
Der Grund war jedoch erfreulich. Die Jägervereinigung Pegnitz veranstaltete ihr inzwischen
schon traditionelles Grillfest und dafür reisten wieder zahlreiche Besucher, Jäger wie
Nichtjäger, an um sich diesen kulturellen und auch kulinarischen Höhepunkt im
Jahreskalender der Jäger nicht entgehen zu lassen.
Bereits morgens feierte man unter der geistlichen Leitung von Prof. Dr. Reinhard Friedrich
einen Zeltgottesdienst, der musikalisch von der neuen Jagdhornbläsergruppe der Pegnitzer
Jäger umrahmt wurde. „Viele Kirchenhäuser haben leider heutzutage nicht mehr so viele
Gottesdienstbesucher wie alleine heute hier sind“, so Friedrich erfreut nach dem
Gottesdienst. Nachmittags unterhielten die Jagdhornbläser die Besucher. Unter der Leitung
der neuen Hornmeisterin Ann-Sophie Kraus traten Jagdhornbläser von immerhin sieben
Jagdvereinen auf, neben den Pegnitzern waren dies Bläser aus Auerbach, Bayreuth, Lauf,
Münchberg, Obertrubach und Wunsiedel.
Nicht nur bei den Kindern kam die Vorstellung vieler Jagdhunderassen gut an. Günther
Schmitt, der Hundereferent des Vereines erläuterte den Zuschauern die Eigenschaften und
Einsatzgebiete der Vierbeiner.
Kulinarisch boten die Jäger gegrilltes Wildschwein, Wildburger und viele andere Leckereien.
Eine Augenweite war das große Kuchenbuffet mit von den Jägerfrauen selbst gebackenen
Torten.
Eine große Verkaufsausstellung mit Geländeautos und Outdoor-Ausstattung umrahmte den
Tag, kleine Kinder konnten sich phantasievoll schminken lassen, die größeren übten sich im
Bau von Nistkästen.
Zum Abschluß fand noch eine Tombola statt bei der es als Hauptgewinn ein Profifernglas der
Bayreuther Firma Steiner im Wert von über 1.000 € zu gewinnen gab.
Thomas Kürzdörfer, der stellvertretende Vorsitzende der Pegnitzer Jäger moderierte gekonnt
durch den Tag, begrüßte auch die zahlreichen Ehrengäste, darunter mit Prof. Dr. Hartmut
Wunderatsch einem Vertreter des bayerischen Jagdpräsidiums und freute sich nicht nur über
die zahlreichen Besucher sondern bedankte sich bei seinen Mitgliedern und deren Familien,
die die ganze Arbeiten für das Grillfest professionell erledigten. Sein besonderer Dank galt
den Familien Christine und Markus Bayer, die ihre Campingplatzfläche für diesen Tag den
Jägern wieder zur Verfügung gestellt hat.

Hegeschau der Kreisgruppe am 29.4.17

Dieses Mal reichten kaum die Sitzplätze im Gemeindehaus in Bieberswöhr, wo die Jägervereinigung Pegnitz die gesetzlich vorgeschriebene Hegeschau über das abgelaufene Jagdjahr abhielt.
Der neu gewählte zweite Vorsitzende Thomas Kürzdörfer durfte bei dieser wichtigen Veranstaltung gleich für den erkrankten ersten Vorsitzenden Karl-Heinz Inzelsberger einspringen und leitete gekonnt durch den Abend.
An zahlreichen Präsentationswänden hatten die Jäger ihre im letzten Jagdjahr erlegten Rehbock-Trophäen aufgehängt und die für alle Besucher offene Veranstaltung bot einen guten Überblick wie es um den Wildbestand im südlichen Teil des Bayreuther Landkreises bestellt ist.
Rudi Adler, der Leiter der Unteren Jagdbehörde überbrachte die Grüße des Landrates Hübner und nutzte sein Grußwort, um sich nach 22-jähriger Tätigkeit bei den Jägern und den Landwirten in den Ruhestand zu verabschieden. Er betonte die angenehme Zusammenarbeit und verwies auf den „Dreiklang aus Jägern, Land- und Forstwirtschaft“, der in seinem Zuständigkeitsbereich immer gut funktionierte. Die Jägervereinigung Pegnitz bezeichnete er als „Aktivposten innerhalb Bayerns“. Langanhaltender Applaus folgte. Thomas Kürzdörfer gab den Dank an Rudi Adler zurück und überreichte ihm zum Abschied einen Wanderstock mit Wegzehrung.
Hubert Witt, der erste Vorsitzende des Bundes der Bayerischen Jagdaufseher berichtete in seinem folgenden Vortrag über den Einfluß der seit einigen Jahren in Deutschland wieder heimischen Wölfe auf Wild und Jagd. Untermauert durch viele Videosequenzen konnte er aus seinem Jagdrevier in Brandenburg berichten. Dort sind innerhalb der letzten sieben Jahren nahezu sämtliche Mufflons (Wildschafe) dem Wolf zum Opfer gefallen. Genau so erging es dem Damwild, das inzwischen nicht mehr bewirtschaftet werden kann. Wildschweine haben sich zum Schutz gegen den Wolf zu Großrotten zusammengeschlossen und verwüsten entsprechend die landwirtschaftlichen Flächen erheblich. Er persönlich hat sich entschlossen sein Jagdrevier demnächst aufzugeben.
Im anschließenden Bericht über die Streckenentwicklung des Jagdwildes stellte der Leiter der Hegegemeinschaft Pegnitz Peter Meister die einzelnen Zahlen für alle Hegegemeinschaften vor. So ergab sich mit einem Gesamtabschuß von 532 Wildschweinen ein geringfügiger Rückgang von 4,8 % gegenüber dem Vorjahr.
Mit insgesamt 1.886 Rehen, die von den Jägern erlegt worden sind oder dem Autoverkehr zum Opfer fielen bewegt man sich hier auf einem gleichbleibend hohen Niveau.  Unter den 565 ausgestellten Rehbockgehörnen gab es einige Kuriositäten. Der stärkste Bock wurde von Hermann Hopf im Revier Engelmannsreuth erlegt und hatte ein Gehörngewicht von 360 Gramm. Die Stärke der Gehörne, die die einzelnen Rehböcke erreichen sind ein Spiegelbild über die Qualität des Wildbestandes und des Lebensraumes, daher werden diese Zahlen jährlich von den Jägern ausgewertet.
Stark vermehrt hat sich auch der Waschbär, so dass hiervon 43 Tiere erbeutet wurden. Erstmals wurden auch Neueinwanderer wie Marderhund und Nutria erlegt.
Den Abschluß bildete traditionell die Ehrung langjähriger Mitglieder und sich um die Bewahrung unserer fränkischen Landschaft verdient gemachter Landwirte.


Mit der Wildhegenadel wurde Horst Meyer ausgezeichnet. Für 25-jährige Mitgliedschaft im Bayerischen Landesjagdverband wurden Manfred Herzing, Johann Popp und Rocco Campo geehrt. 40 Jahre dabei ist Georg Fuchs, immerhin 50 Jahre Johann Bär und für 70 Jahre wurde mit Herbert Schott aus Creußen das älteste Mitglied geehrt. Herbert Schott ließ es sich auch nicht nehmen und ergriff das Mikrofon für einige humorvolle Worte an die Zuhörer.
Für außergewöhnliche Verdienste um die Bewahrung des Naturerbes unser Bayerischen Landschaft erhielten die Medaille Naturerbe Bayern in Bronze Georg Brütting, Georg Peter, Georg Schmitt, Josef Körber, Lorenz Arnold und Hans Gmelch.
Der Vorsitzende Thomas Kürzdörfer bedankte sich auch bei allen ausgeschiedenen Vorstandschaftsmitgliedern und besonders bei den langjährigen Jagdhornbläsern, die unter der Leitung von Loni Weidinger viele Jahre der Jägerschaft treue Dienste erwiesen haben.
Die neue Jagdhornbläsergruppe, jetzt unter der Leitung von Ann-Sophie Kraus umrahmte die gesamte Veranstaltung und schloss mit der Ehrenfanfare.

Jahreshauptversammlung am 3.3.17

Nachdem sowohl der erste Vorsitzende der Jägervereinigung Pegnitz, Karl-Heinz Inzelsberger als auch dessen Stellvertreter Klaus Herlitz krankheitsbedingt nicht an der Jahreshauptversammlung teilnehmen konnten, oblag es unserer weiteren stellvertretenden Vorsitzenden Elke Ermer aus Langenreuth alleine die Zusammenkunft mit Neuwahlen zu leiten. Was sie auch souverän tat.
Ermer ging in ihrem Rechenschaftsbericht auf die 56 Termine ein, die die Jägervereinigung im letzten Jahr zu bewältigen hatte. Höhepunkte waren dieses Mal neben dem Grillfest in der Bärenschlucht auch der erstmals mit dem Forstbetrieb Pegnitz gemeinsam gestaltete Weihnachtsmarkt im Veldensteiner Forst. Alleine diese Veranstaltung brachte einen Reinerlös von über 4.000 € ein, der der Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks gespendet wurde. Mit 22 Neumitgliedern erreicht der Mitgliederbestand inzwischen die stolze Anzahl von 325 Mitgliedern.
Georg Bayer informierte über den Stand des Projektes „Naturschule und Schießkino“, bei dem sich die Jägervereinigung Pegnitz im letzten Jahr aufgrund unerwarteter  Kostenerhöhungen vom Vorhaben in der ehemaligen Schule in Kirchenbirkig zurückgezogen hatte. Trotzdem hält man an den Plänen für ein Echtschuß-Schießkino fest, da eine solche Trainingsmöglichkeit nicht nur aufgrund des starken Anstieges bei den Wildschweinen von den Jägern nachgefragt ist. Durch Vermittlung der Landtagsabgeordneten Gudrun Brendel-Fischer fanden hierzu weitere Gespräche mit Entscheidungsträgern und Förderstellen statt. Bayer hofft, der Vorstand kann in den nächsten Monaten einen besser geeigneten Standort für das Projekt präsentieren.
Unsere Schatzmeisterin Petra Leißner konnte von einem erfreulichen Kassenstand berichten. Günther Schmitt verwies auf die zahlreichen Aktivitäten im Hundereferat. So konnte man wiederum bei der Ausbildung von Jagd- und Begleithunden wertvolle Unterstützung liefern. Thomas Weißlein, als Schießreferent berichtete von der Vereinsmeisterschaft und rief dazu auf, das Trainingsangebot noch besser in Anspruch zu nehmen. Die nächste Vereinsmeisterschaft ist übrigens bereits am 13. Mai in Grafenwöhr.

Rudi Adler leitete anschließend die Neuwahlen. Sowohl der erste Vorsitzende Karl-Heinz Inzelsberger als auch dessen Stellvertreter Klaus Herlitz wurden einstimmig für die nächsten drei Jahre wiedergewählt. Als weiterer Stellvertreter wurde neu in dieses Amt Thomas Kürzdörfer gewählt. Die weiteren Funktionen haben zukünftig: Schatzmeisterin Petra Leißner, ihre Stellvertreterin ist Melinda Bayer (neu). Schriftführerin Elke Ermer und Bernd Hünsch als ihr Stellvertreter (beide neu), Hundereferent wie bisher Günther Schmitt, Vertreter Alwin Dannhäuser. Neuer Schießreferent ist Micha Heinz, den Christian Speckner (ebenfalls neu)  vertritt. Bläserobfrau ist zukünftig Ann-Sophie Kraus und deren Vertreter ist Sebastian Hünsch (beide neu).  Die Kasse prüfen zukünftig Werner Lindner und Rudi Adler. Pressereferent bleibt Georg Bayer und Beauftragter für die Jungen Jäger ist zukünftig Christian Leißner.

In neuer Besetzung spielte zum Abschluß die Jagdhornbläsergruppe unter der Leitung von Ann-Sophie Kraus einige Stücke.
Dem Vorstand ist es wichtig zu betonen, dass sein Dank allen ausgeschiedenen Vorstandschaftsmitgliedern und den bisherigen Jagdhornbläsern gilt. Man will dazu den Rahmen der Hegeschau am 29. April in Bieberswöhr nutzen.