Projekt „Brennpunkt Schwarzwild“ sorgt bayernweit für Aufsehen


Nach vier arbeitsintensiven Jahren endete im November 2013 das Projekt „Brennpunkt Schwarzwild“, bei dem die Jägervereinigung Pegnitz mit den Hegegemeinschaften Pottenstein und Schnabelwaid als eine von nur 5 Modellregionen in Bayern vertreten war.
Doch die Arbeit geht weiter.
Auf Einladung des Bayerischen Bauernverbandes konnten wir Ende Mai 2014 anläßlich eines Symposiums in Nürnberg unsere Ergebnisse einem großen Publikum vorstellen.
….und ernteten viel Lob.
….von den Land- und Forstwirten, den Politikern, den Behördenvertretern,
….von den Jägern, die wirklich ein Schwarzwildproblem haben und engagiert jagen
Aber nicht von unserem eigenen Jagdverband.
Durch eine beispiellose Pressekampagne wurde von Seitens des BJV die Kompetenz ihrer eigenen Mitglieder untergraben und in Frage gestellt. Es wurde um die 360.000 € getrauert, mit denen das Projekt in den 4 Jahren aus Jagdabgabemitteln gefördert wurde. Aber bewußt wurde verschwiegen, dass der BJV im selben Zeitraum über 3 Mio Euro aus dem gleichen Topf für seine Arbeit bekommen hat. Anlaß für die Projektmitglieder auch aus den anderen Modellgebieten das Gespräch mit der Verbandsspitze zu suchen. Im September haben wir uns daher mit dem BJV Präsidenten Prof. Dr. Vocke und dem Großteil seiner Präsidiumsmitglieder getroffen und in einer offenen Diskussion eine gemeinsame Basis gesucht.
Ich denke, die haben wir gefunden.
Doch auf Worte müssen Taten folgen. Die nächsten Monate werden es zeigen ob es dem BJV gelingt alle Akteure, ob die vom Brennpunkt Schwarzwild oder die eigenen Schwarzwildberater auf eine gemeinsame Linie einzuschwören. Dazu gehören aber eben auch die Landnutzer, die Jagdgenossen, die Landwirt und die Forstbetriebe. Denn gemeinsam haben wir alle ein Ziel: die ausufernden Schwarzwildbestände in den Griff zu bekommen, Schäden in der Landwirtschaft zu minimieren und die drohende Ausbreitung von Krankheiten im Bestand, wie z.B. der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern.
Vielen Dank an alle, die uns bei unserem Weg unterstützen und die sich oft die Nächte um die Ohren hauen und in dieser Zeit die Mais- und Rapsäcker bewachen, die im Winter die Wechsel abfährten und die sich ohne Vorbehalte an den organisierten revierübergreifenden Drückjagden beteiligten.
Ach ja, übrigens der Bauernverband hat über die Veranstaltung in Nürnberg ausführlich berichtet. Den Artikel veröffentlichen wir hier auf unserer Homepage (mit freundlicher Genehmigung des BBV)

Pottenstein, 19.09.14
Georg Bayer
Hegegemeinschaft Pottenstein