Hegeschau der Kreisgruppe 2016


Unser Vorsitzender , Karl-Heinz Inzelsberger konnte anläßlich der sehr gut besuchten Hegeschau in Bieberswöhr wieder zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Darunter die Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer (CSU) und den oberfränkischen Bezirksvorsitzenden des Bayerischen Jagdverbandes Prof. Dr. Hartmut Wunderatsch.

Inzelsberger betonte, dass die Hegeschau nicht eine „Selbstbeweihräucherung“ der Jäger, sondern eine gesetzliche Pflicht für Revierinhaber ist, jährlich die erbeuteten Rehwildtrophäen vorzulegen und bewerten zu lassen. Denn daraus können Rückschlüsse über die Qualität und Entwicklung der Lebensräume für die Wildtiere gezogen werden.

Die Abgeordnete Brendel-Fischer ging auf ein aktuelles Urteil ein, wonach sogenannte halbautomatische Jagdlangwaffen verboten seien, sofern diese Wechselmagazine mit mehr als zwei Patronen aufnehmen könnten. Derzeit sind solche Waffen für die Jagd erlaubt, wenn damit insgesamt nicht mehr als drei Schüsse ohne nachzuladen abgegeben werden. Dieses Urteil erschwert zum einen die intensive Bejagung des Schwarzwildes, und zum anderen greift es in Eigentumsrechte ein, da ja zahlreiche Jäger bereits im Besitz solcher Waffen sind, die bis dato rechtskonform erworben werden konnten. Brendel-Fischer versprach sich dafür einzusetzen, dass es hier zu keiner Veränderung der alten Rechtslage kommt. Auch zeigte sie den bayerischen Weg auf, wonach in besonderen Problemgebieten jetzt Nachtzielvorsatzgeräte für die Bejagung ausschließlich von Wildschweinen genehmigt werden können. Zum Schluß ihres Grußwortes bedankte sie sich bei allen Jägern für ihren Einsatz, das Naturverständnis in der Bevölkerung für fördern und verwies hier auf die erfolgreiche Jugendarbeit.

Der oberfränkische Bezirksvorsitzende und Mitglied im Landesjagdpräsidium Prof. Dr. Hartmut Wunderatsch appellierte an das Selbstverständnis der Jäger, schließen stünden diese mitten in der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang bedankte es sich insbesondere bei den Hundeführern, die mit ihrem Ausbildungsangebot auch für nichtjagdlich geführte Hunde ein Aushängeschild für den gesamten Verein sind.

Aus dem obersten Jagdbeirat konnte Prof. Dr. Wunderatsch berichten, dass Mittel aus der Jagdabgabe für die Förderung von Schießkinos zur Verfügung stehen. Und da die Jägervereinigung Pegnitz aktuell eine solche Einrichtung plant, stellte er dafür weitere Zuwendungen in Aussicht, was natürlich mit Beifall der Zuhörer belohnt wurde.

bb2016Bei der anschließenden Bewertung der Trophäen konnte der Pegnitzer Hegegemeinschaftsleiter Peter Meister von einem Gesamtrehwildabschuß in den sechs Hegegemeinschaften in Höhe von 1897 Stück berichten. Die stärkste Rehwildtrophäe mit einem Gewicht von 420 Gramm konnte Ilona Inzelsberger in ihrem Revier Prebitz erlegen.

Bei den Wildschweinen ist die Jahresstrecke auf 559 Stück angestiegen, was eine weitere Steigerung um rund 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist (492).

Ganz traditionell verbliesen die Jagdhornbläser unter der Leitung von Hornmeister Loni Weidinger die Jagdstrecke mit den verschiedenen Signalen.

Christian Otto, der bei uns als Referent für den Naturschutz tätig, ist konnte von den Vorkommen von Luchs und Wolf in Bayern anschaulich berichten. Die ganz aktuelle Aufnahme eines Wolfes auf einer Wildkamera im Nürnberger Land zeigt, dass auch die Pegnitzer Region Wolfserwartungsland ist.

Inzelsberger schloss die Veranstaltung nicht ohne zuvor noch eine ganze Reihe von verdienten Persönlichkeiten zu ehren.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft im Bayerischen Jagdverband wurde Eduard Schwemmer geehrt, für 40 Jahre Ludwig Götz, Paulus Kaul, Heinz Hofmann und Konrad Hümmer. Die Hegenadel erhielt Thomas Ott, das Hundeführer Ehrenzeichen in Bronze Heinz Micha. Und mit dem Naturerbe Bayern Taler wurden die Jagdgenossen Konrad Weiß, Dieter Schmidt und Karl Kürzdörfer ausgezeichnet.